Schuld und Schuldgefühle, FU-Berlin
Freie Universität in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften und der DENKZEIT-Gesellschaft e.V.
Die Psychoanalyse war herkömmlich mit Fragen nach Schuldgefühlen befasst, aber weniger mit realer Schuld. Die Pädagogik neigt dazu, die Problematik von beidem möglichst von sich fern zu halten, wird aber in vielen ihrer Ernstfälle unvermeidlich damit konfrontiert. Die Theologie, die Juristik, die politische und historische Reflexion wissen von Schuld zu reden, aber beantworten nicht die Fragen: Was verstehen wir darunter, wenn wir fordern, unser Gegenüber müsse sein Schuld „durcharbeiten“ oder wenn wir von „Wiedergutmachung“ sprechen? Welche Rolle spielen wir selbst dabei, inwieweit sind wir in das Schicksal unseres Gegenübers verstrickt? Die Tagung versucht einen interdisziplinären Dialog zu solchen Fragen anzustoßen.



