Was denkt Deutschland über Bildung?
Derzeit wird im Bundestagswahlkampf viel über Bildung geredet, aber wie denken die Deutschen wirklich über Bildung?
Dieser und anderen Fragen zum Thema Bildung geht das
Zentrum für empirische pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz-Landau, mit seinem vor einem Jahr eingerichteten
Bildungsbarometer nach.
Ein Teil der Ergebnisse aus der vierten Befragung werden am 29.9.2005 in der Wochenzeitung
Die Zeit und in der Sendung
Kulturzeit von 3sat, ebenfalls am 29. September, veröffentlicht.
Interessierte können kostenlos die bisherigen Hauptergebnisse der drei zurückliegenden Befragungen als
Download abrufen. Professor Jäger hat ein interessantes und vor allem kurzprägnantes Manuskript zum Thema "Bildungstheorie und Bildungsbarometer" geschrieben, das
hier als PDF (38Kb) zu haben ist.
Ergebnisse der letzten Befragung:
- Bildung wird als "gut ausreichend" eingestuft
- Bildung muss beschleunigt werden, also etwa: Einschulung mit 5 Jahren (33%), Verkürzung der Ausbildungszeit (43%) und niedrigeres Alter beim Berufseintritt (43%).
- im Verteilungskampf der Unterrichtsfächer ist Religion der Verlierer. Fast die Hälfte würde hier streichen.
- Schule wird im traditionellen Sinne der Umsetzung von Druckmitteln (Noten, Sitzenbleiben) verstanden.
- Lehrer werden als Mitwirkende und Verusacher der Misere gesehen, deren Rolle sich im Hinblick auf Leistung und Kontrolle verändern soll.
- die Schulferien sollen um fast 2 Wochen verkürzt werden.
Vor diesem Hintergrund ist die politische Bildungsdiskussion zu betrachten.