Wissensmanagement die 2. ... bleibt aus

Angesichts der Informationsflut verdient Wissensmanagement, das Ordnung zu bringen verspricht, unsere Aufmerksamkeit. Umso mehr, wenn - wie Prof. Gabi Reinmann in Individuelles Wissensmanagement (2000, Huber-Verlag) - "praktische Strategien zum persönlichen Umgang mit Informationen und Wissen am Arbeitsplatz" (Klappentext) zu vermitteln versucht. Das Thema ist nach wie vor aktuell, das Buch selbst bedarf nach Meinung der Autorin einer Überarbeitung. Doch leider wird es nicht zu einer Neuauflage kommen. Zum einen ist der Zeitplan (Ende März) nicht zu halten, zum anderen muss schlichtweg ein neues Buch geschrieben werden. Woran ich auf jeden Fall festhalten will, ist das strukturgenetische Wissensverständnis: Die Unterteilung in personales Wissen (mit verschiedenen unterschiedlich bewusst zugänglichen Komponenten) und öffentliches Wissen (im Sinne von Information und Daten) erscheint mir nach wie voll sinnvoll und zeigt, dass man im Umgang mit Wissen stets entweder einer Objektivierungsproblem hat (wie veräußere ich mein Wissen, wie mache ich es andere zugänglich, wie kann es mir selbst für später zugänglich erhalten?) oder ein Subjektivierungsproblem (wie mache ich mir Information oder auch das Wissen andere zu eigen bzw. zu nutze?). Interessanter scheinen mir die überlegungen, was "Wissensmanagement mit Bildung zu tun haben könnte, auch darüber habe ich mir ja schon mal Gedanken gemacht" (Artikel - pdf). [via e-Denkarium]